Jagen in Südafrika

Das einzige Land in dem man bis heute die komplette Big Five jagen kann, also Leopard, Löwe, Büffel, Nashorn und Elefant, ist Südafrika. Außer diesem majestätischen Wild bietet es aber auf dem ganzen Kontinent auch die breiteste Skala an Antilopen wie auch die meist ausgebaute Jagdindustrie.

 

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Das „Game ranching“ hat sogar einige von Aussterben bedrohte Arten gerettet und ihre Bestände soweit vermehrt, dass sie heute beschränkt bejagt werden können. Ein gutes Beispiel ist das weiße Nashorn und der Buntbock.

Südafrika ist unter der Jagdbegeisterten als „Land der Farmen“ bekannt. Der Begriff der Farm kann in diesem Fall recht irreführend sein, weil es sich nämlich nur um Boden in Privatbesitz handelt. Dieser dient entweder zur Rinderzucht mit beschränkter Wildjagd, ist also nur mit einem niedrigen Stacheldrahtzaun umzäunt, den die frei lebenden Antilopenarten (überwiegend Kudus, Impalas, Buschböcke, Steinböckchen, Ducker, Buschschweine und Warzenschweine) mit Leichtigkeit überwinden.

Die Magie der südafrikanischen Tierwelt

Auf der anderen Seite gibt es in Südafrika zahlreiche Farmen, die sich speziell auf die Wildjagd spezialisieren, mit hohen Zäunen eingezäunt sind, der nur von Warzenschweinen, Buschschweinen und selten von Leoparden bzw. Hyänen überwunden werden kann. Die Fläche dieser Farmen bewegt sich ab einigen Hundert bis zu einigen Tausend Hektar - überwiegend dichter Busch abwechselnd mit offenen, mit hohem Gras bedeckten Flächen.

Eine Jagd in Südafrika auf einer kleinen geschlossenen Farm kann anfangs einfach erscheinen, es hängt jedoch viel von der Jagdform ab, den der Jäger wählt. Bei der Jagd in Südafrika von einem Geländewagen auf einer einige tausend Hektar großen Farm kann die Erfolgschance wesentlich größer sein als bei einer Pirschjagd im dichten Busch auf viel kleineren Farmen. Die professionellen Jagdführer passen sich ganz den Kundenwünschen an und wählen die Jagdform genau nach den Kundenvorstellungen unter Nutzung ihrer langjährigen Erfahrungen, um erfolgreich zu sein. In einigen Reviertypen ist jedoch die Jagdform den spezifischen Vorschriften anzupassen, zum Beispiel bei Konzessionsjagden in großen Naturreservaten, wo die Jagd in Südafrika dazu genutzt wird, eine übermäßige Vermehrung bestimmter Wildarten zu verhindern. In diesen Fällen wird überwiegend durch Ansitz am Wasser gejagt, wo das Wild mehrere Male täglich hin kommt.

 

Afrika Traum Jagd

 

Erfahrung einer Lebenszeit

Aufgrund der Artenvielfalt der afrikanischen Fauna ist die Auswahl der Waffe und vor allem des Schießmittels auf einer Jagdsafari sehr wichtig. Ich habe während der Jagd in Südafrika meist das Kaliber 8x68S mit härteren Schüssen mit gelenkter Deformation verwendet. In Afrika wird jedoch überwiegend das auch bei uns beliebte Kaliber 30-06 Springfield mit schwereren Geschossen verwendet. Wer eines der stärkeren Kaliber besitzt und kein Problem mit dem Rückschlag hat, ist für eine Jagd in Südafrika ideal ausgerüstet. Es ist jedoch unnötig, sich deshalb eine neue stärkere Waffe speziell für Afrika zu kaufen. Wer die richtige Geschosskonstruktion und ein gutes Geschossgewicht wählt, wird mit den bei uns üblichen Kalibern den gleichen Jagderfolg erzielen. Hier spielen die Geschosskonstruktion und die Trefferpositionierung die wesentlichste Rolle.

Es wird eindeutig empfohlen, den Schuss direkt auf und nicht hinter das Schulterblatt zu setzen. Da die Körperflüssigkeitsmenge bei afrikanischem Wild niedriger als bei dem europäischen Wild ist, kann dieses „schusshärter“ erscheinen. Mit einem gut positionierten Treffer kommt das Wild jedoch meist nach ein paar Metern zum Erliegen und zur Strecke.

Jagd in Südafrika

Nicht umsonst sagt man, dass Afrika für einen Jäger wie ein Virus ist und wer einmal dorthin kommt, die unglaublichen Sonnenuntergänge, den mit Millionen Sternen übersäten nächtlichen Himmel bei einem abendlichen Feuer nach einer erfolgreichen Jagd in Südafrika, die örtliche Gastfreundschaft und die Professionalität auf den Jagdfarmen, wie auch die Vielfältigkeit an Natur und Jagderlebnissen erlebt hat, wird nach Afrika immer und immer wieder zurückkehren.

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