Jagen in Kanada

Wer echte Wildnis sucht, nachts das Heulen von Kojoten unter dem mit Millionen Sternen übersäten Himmel hören, eine einmalige Elchbrunft erleben oder Forellen und Elche in kristallklaren Flüssen jagen möchte, so gibt es nur ein paar Orte auf der Erde, wo dies noch möglich ist. Einer davon ist Kanada. Mit seiner riesigen Fläche und der Vielfältigkeit an Naturreichtum ist es für Viele ein Jagd- und Angelparadies.

Mit ist es gelungen, in zwei kanadischen Provinzen zu jagen und zu angeln, im Süden Quebecs und im Norden Albertas. Außer mehreren Angelbesuchen waren für mich die Schwarzbärjagd mit Köder im Frühjahr, ein paar hundert Kilometer von der Stadt Quebec entfernt wie auch die Elchjagd während der Brunft durch Lockruf 700 km nördlich der Stadt Edmonton am eindrucksvollsten.
Zum Jagen eines Amerikanischen Schwarzbären, auch Baribal genannt, sind Mai und Juni der beste Zeitraum, wenn auf mehrere Weisen gejagt werden kann. In den Gebieten, wo der Grizzly nicht vorkommt, ist die Köderjagd erlaubt und wird auch am meisten angewendet, meist mit süßem Gebäck oder Fischen in einem Blechfass, abgedeckt mit Balken.
 
Einige zig Meter von dem Köder entfernt befindet sich ein kleiner mobiler Hochsitz, auf welchem der Jäger früh morgens und abends auf den Jagderfolg wartet. Der restliche Tag kann durch Angeln in einem der zahlreichen Seen mit Hechten, Saiblingen oder Seeforellen genutzt werden.
 
In der Provinz Alberta werden Schwarzbären im Frühjahr mittels Pirschjagd auf kleinen Lichtungen oder Schneisen gejagt, wo die ersten Sonnenstrahlen zuerst hinfallen und frisches Gras sprießt, welches überwiegend auf dem Bärenspeiseplan nach dem Winterschlaf steht. Es ist keine Seltenheit, wenn es dem Jäger während eines mehrtätigen Aufenthalts gelingt, auch zwei Bären zu jagen. Die übliche Bezeichnung des Baribal Bären „Schwarzbären“ ist irreführend, das die Fellfarbe bei dieser Art beliebig sein kann, von hellblond, über hellbraun, braun bis hin zu ganz schwarz. Es liegt an der Entscheidung des Jägers, ob er sich mit einem oder zwei schwarzen Bären zufrieden gibt, die bei dieser Art überwiegen, oder ob er versucht, eine der anderen Farbvarianten für seine Trophäenkollektion zu finden.
 
Die Elchbrunft findet Ende September/Anfang Oktober, je nach der Wetterlage statt, wobei Tagestemperaturen um 10 Grad Celsius und Nachtfrost ideal sind und auch etwas Schnee nicht schadet. Bei der Vorstellung eines kapitalen Schauflers, der neben dem typischen Brüllen „uwo-uwo“ mit dem mächtigen Schaufelgeweih kleine Bäume umbricht und sich langsam zum Standort des Jägers bewegt, bekommt selbst der erfahrenste Jäger weiche Beine. Da der Bewuchs in dem Biotop, wo sich der Elch bewegt, extrem dicht ist, wird entweder durch Warten auf Schneisen gejagt oder der Jagdbegleiter versucht, den Elchbullen durch Nachahmen der Elchkuhstimme oder eines anderen Elchbullen anzulocken. Wenn der Elch darauf reagiert, wechselt der Jagdbegleiter auf die entgegengesetzte Seite der Schneise, von wo er sich meldet und mit einem Stock kleine Bäume umbricht, um einen anderen Bullen nachzuahmen. Die Aufgabe des Jägers besteht nur darin, die Situation zu nutzen, wenn das Wild langsam über die Schneise wechselt, und in dem genauen Schuss hinter das Schulterblatt, um so eine wunderschöne Trophäe wie auch Jagderlebnis zu haben, welches er bestimmt sein Leben lang nicht vergisst. Nach der erfolgreichen Jagd, den Gratulationen, Fotografieren und der Freude folgt jedoch harte Arbeit. In dem Moorgebiet ist der Elch vor Ort zu portionieren, das Fleisch aufzuladen und die Trophäe auf das Amphibienfahrzeug zu laden und den langen Weg zum Lager anzutreten. Falls bis zur Abreise noch einige Tage verbleiben sollten, können diese zur Wolfs-, Bären-, Flugwildjagd oder zum Angeln genutzt werden.
 
Zur Frühjahrsjagd auf den Baribal eignet sich ein Jagdgewehr ab einem üblichen europäischen Kaliber von 7x57 und höher, wobei wie bei jedem Wild die Schusskonstruktion und die Platzierung des Treffers wichtiger als ein paar Joule mehr Energie ist. Ich empfehle Qualitätsgeschosse mit gelenkter Deformation, um eine ausreichende Durchdringung zu garantieren, wie zum Beispiel RWS Evolution, Norma Oryx, Nosler Partition, oder Barnes TSX. Bei der Elchjagd ist es besser, für etwas mehr Aufprallenergie zu sorgen, da Schüsse auf einer 200 m Entfernung normal sind. Von den üblich, in Europa verwendeten Kalibern scheinen 30-06 Spr, 8×57IS, 8×68S, 9,3×62, 7mm RM, 300 WM und andere am geeignetsten zu sein, natürlich mit entsprechend gewähltem Geschoss, mit einem auf 200 m eingeschossenen Jagdgewehr und richtiger Trefferplatzierung.
 
Sollten Sie Interesse haben, einige Tage in der unberührten Natur zu verbringen, sich außer einer herrlichen Trophäe auch jede Menge Erlebnisse aus der Wildnis mitzubringen, mit eigenen Augen die berühmtesten Nationalparks in den Rocky Mountains zu sehen, dann zögern Sie bitte nicht, mich zu kontaktieren.
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